Berlin is Yours

Berlin is Yours

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„Berlin is Yours“ war das Motto des diesjährigen Berlin-Marathons und ca. 41. 000 Läufer aus aller Welt sind diesem Ruf gefolgt. Ich war froh, aufgrund des neuen Losverfahrens, dieses Jahr dabei sein zu können. Die Vorbereitung mit Hilfe des Laufclubs hatte ich ja schon reichlich erwähnt. So hieß es dann, gestern früh 5 Uhr, ab aus den Federn. Frühstücken, Sachen zusammenpacken und noch mal 20 min alles richtig dehnen um für die anstehenden 42 km gewappnet zu sein. 6:30 Uhr ging es dann ab Mexico-Platz mit der S-Bahn ins Zentrum des Geschehens.

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Man merkt auch, dass es jedes Jahr mehr Leute werden und man gewinnt auch schnell den Eindruck, jetzt ist es aber auch genug. Es ist natürlich immer wieder aufregend seine Passion mit Tausenden zu teilen aber inzwischen wird es zu einem echten Platzproblem. 20 min vor dem Start reihte ich mich in Startblock F ein. Da standen wir nun, alle eingehüllt in den gelben Warmhaltefolien. Ich schaute mich so um und entdeckte Menschen aus der ganzen Welt. Süd Afrika, Amerika, Mexico, Dänemark, Japan, Philippinen. Äußerst günstig für mich war, dass ca. 50 m vor mir der Pace-Maker mit dem Ballon 3:30 stand, an dem ich mich gut orientieren konnte. Nun setzte die typische Startmusik ein, der Regierende gab den Startschuss und es ging los.

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Um in 3:30h die Sache beenden zu können, war ein Schnitt von 12 km/h notwendig. Ich wusste, dass der Typ mit dem Ballon etwas langesamer anlaufen würde und dann nach 21 km die zweite Stufe zündet. Ich versuchte dranzubleiben. 5km- keine Probleme, 10 km – alles super, 15 km – ich fühle mich top fit. Hermannplatz, Kurt ist vor mir, kann ich auf der Startnummer lesen, die er hinten trägt. Die Band spielt „Beautiful Day“ und ich denke, genau so ist es. Innsbrucker Platz, km 24 steht die Abordnung vom Laufclub und machen Party. Das gibt noch mal einen Schub. Vorbei am „Wilden Eber“ ich klatsche die Kids am Straßenrand ab und bin immer wieder überwältigt von den Massen von Zuschauern.

Hohenzollern Damm, die kritische Stelle. Hier steht der Mann mit dem Hammer, zwischen km 30 und 32. Ich fühle mich ok und denke, mein zweiter Name könnte Uhrwerk sein. Kurfürstendamm, noch lockere 8 km ich guck auf die Uhr, naja könnte klappen. Auf der Leipziger Straße hieß es dann „keine Gnade für die Wade“ aber ich merkte auch, dass die aufgebrachte Anstrengung nicht unbedingt in ein schnelleres Tempo brachte. Bei km 41 zeigte die Uhr 3,29 h. Ich versuchte wenigstens das Tempo zu halten. Immer wieder komisch ist, welche Kraft man doch aufbringen kann, wenn man durch das Brandenburger Tor kommt. Ein grandiose Finishline, ich ziehe noch mal an, 3:34 h. Was für ein Tag.

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Um mal wieder was anders kennen zu lernen, wäre es ja auch spannend, die Major Serie zu starten.

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